Mehr Generationen Wohnen

Das Mehr-Generationen-Wohnmodell entstand in den 90er Jahren. Dieses Wohnmodell nahm sich die früher üblichen Großfamilien zum Vorbild und soll vor allem die Vorteile der Großfamilien wieder nutzbar machen. Gerade in Zeiten, in denen die Familien immer kleiner werden und große Entfernungen zwischen Familienangehörigen nicht selten sind, ermöglicht das Mehr-Generationen-Wohnen die Integration verschiedener Generationen auf gemeinsamem Wohnraum.

Die beteiligten Menschen müssen dabei nicht miteinander verwandt sein, sondern pflegen vor allem freundschaftliche Beziehungen mit einander. Typisch ist in diesem Fall die gemeinsame Wohnraumnutzung von älteren Menschen mit jüngeren Menschen mit Kindern, die sich gegenseitig helfen und unterstützen. Beispielhaft wäre die Kombination von ein oder zwei älteren Personen mit einer oder mehreren allein-erziehenden Müttern oder jungen Paaren mit Kleinkindern.

Das besondere ist dabei, dass jede Person oder Paar in der Gesamtkonstellation einen oder mehrere Privaträume (oder wenn mehrfach vorhanden Bäder) zur Verfügung gestellt bekommt, während andere Räume als Gemeinschaftsräume (Küche, Waschküche, Wohnzimmer, Garten) von allen Beteiligten genutzt werden.

Durch Arbeitsteilung und Erfahrungsaustausch können in einem Mehr-Generationen-Haushalt auch ältere Menschen möglichst lange in ihrer Eigenständigkeit unterstützt werden. Einsamkeitsgefühle wird dabei ebenso Einhalt geboten wie dem Gefühl der Nutzlosigkeit, welches viele ältere Menschen irgendwann befällt. In der Gemeinschaft werden sie gebraucht, fühlen sich selbst ebenfalls geborgen und können ihre Lebenserfahrungen weiter geben. Der positive Effekt der Gemeinschaft wirkt sich in der Regel jedoch auf alle beteiligten Generationen aus.
 Senioren WG

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