Falsche Kompromisse

Gerade wenn es um die Kosten geht, sind viele Senioren bereit, falsche Kompromisse einzugehen. Hier sollte in jedem Fall nicht nur für die derzeitige Situation sondern auch für mögliche künftige Veränderungen mit geplant werden.

Nimmt man beispielsweise das vorhergehende Beispiel der verdeckten Kosten durch die enthaltene Zwischenmahlzeit am Nachmittag oder andere Tagesveranstaltungsangebote, so kann ein Bewohner derzeit der Meinung sein, dass diese für ihn nicht als relevant anzusehen sind, da er oder sie in der Regel am Nachmittag selbst ein Programm aufstellt – zu Kulturveranstaltungen, Freunden oder in die Stadt geht.

Dies mag auf die derzeitigen Situation zutreffen, kann sich jedoch in der Zukunft ändern, weil die Mobilität beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt wird. Wird das Haus mit der angebotenen Zwischenmahlzeit gewählt, so kann statt dem bisherigen eigenen Programm das Programm der Altenwohneinrichtung nutzen, ohne sich Gedanken über die zusätzlichen Kosten machen zu müssen.

Aber auch andere persönliche Bedürfnisse sollten nicht mit falschen Kompromissen unterdrückt werden. Wenn zum Beispiel die Haltung eines Tieres in einer Einrichtung nicht statthaft ist, der künftige Bewohner jedoch sehr an seinem Haustier hängt, sollte überlegt werden, ob sich nicht eine andere Alternative findet, bei der Tier und Besitzer nicht getrennt werden müssen. Bisweilen gibt es sogar Sonderregelungen, nach denen ein älteres, angepasstes Tier bei seinem Besitzer im Wohnheim leben darf, nach dem Tod des Tieres jedoch kein neues angeschafft werden darf.
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